Aktuell

The Road to Real-Time

Erleben Sie die Möglichkeit der Echtzeit-Generation

Virtual Dimension Center (VDC)

Fellbach

Das Virtual Dimension Center (VDC-Fellbach) zählt als führendes Kompetenznetzwerk für Virtuelles Engineering in Deutschland. Als Teil des Netzwerks weisen wir auf die Nachrichten, Veröffentlichungen und Informationen der Homepage hin. Dank dem großen Netzwerk können Kontakte zu Mitarbeitern, Arbeitsgruppen oder Mitgliedern aufgenommen werden.

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Aktuelle Projekte

Bei dem Kooperationsprojekt mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) wird die Integration von Augmented-Reality-(AR-)Anwendungen in der Lehre vorangetrieben. Schüler und Studierende haben oft Schwierigkeiten sich die komplexen, unbeobachtbaren Phänomene der Strömungslehre vorzustellen und zu verstehen. Mit Hilfe von immersiven Technologien und dem Einsatz von Computational Fluid Dynamics (CFD)-Simulationen kann das Verständnis und damit auch der Lernerfolg maßgeblich beeinflusst werden.

Im Vordergrund des Projektes steht die beispielhafte Entwicklung einer Applikation für Smartphones, die hochkomplexe Simulationszusammenhänge für jeden zugänglicher macht. Zunächst wird über die entwickelte App ein QR-Code eingescannt, um das gewünschte (Simulations-) Modell cloudbasiert auf das jeweilige Endgerät zu laden. Im nächsten Schritt lässt sich ein sogenannter definierter Marker ausdrucken oder auf anderen Endgeräten darstellen. In diesem Demonstrationsbeispiel besteht der Marker ebenso aus einem QR-Code. Der Marker kann dann mit der Smartphone-Kamera eingescannt werden. Das darzustellende Modell erscheint innerhalb weniger Millisekunden über dem Marker. Anschließend ist eine beliebige und eigenständige Interaktion mit dem Modell durch den Nutzer möglich. Zahlreiche Parameter wie beispielsweise das Drehen und Zoomen in das Modell oder das Verändern der Simulations- bzw. Animationsgeschwindigkeit sind dabei über eine intuitive Nutzeroberfläche leicht einstellbar.

Das Bild zeigt die Perspektive des Benutzers.

 

In diesem Projekt arbeiten mehrere Institute gemeinsam an der Bearbeitung, dazu gehören:

  • Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart (HLRS)
  • Technische Hochschule Mannheim, Kompetenzzentrum Virtual Engineering Rhein-Neckar (HS MA, KVE)
  • Universität Stuttgart, Visualisierungsinstitut (VISUS)
  • Hochschule Albstadt-Sigmaringen, Institut für Rechnergestützte Produkterstellung (HS AlbSig, IRGP)
  • Universität Ulm, Forschungsgruppe Visual Computing (VisCom)
  • Karlsruher Institut für Technologie, Institut für Informationsmanagement im Ingenieurwesen (IMI)

In dem Projekt werden verschiedene Kollaborationsprojekte vorangetrieben. Dies wird immer bedeutender aufgrund der aktuell anhaltenden Pandemie, in der das Arbeiten vor Ort nicht immer möglich ist. In der Regel werden 3D-Simulations- oder Konstruktionsdaten mittels einer Powerwall, Cave oder HMD visualisiert. In diesem Projekt werden Kollaborationslösungen mit unterschiedlichsten Hardwarevoraussetzungen untersucht. Die Ergebnisse dienen der Unterstützung in Lehre, Forschung oder im Beruf.

Es wird eine enge Vernetzung zwischen relevanten Akteuren aus der A/VR-Community als auch aus der Wissenschaft und Wirtschaft angestrebt, um die Entwicklung weiter voranzutreiben. KoLab-BW möchte hiermit zum einen Unterstützungsangebote für die steigende Nachfrage aus den Unternehmen zum Thema Visualisierung und Virtuelle Realität schaffen, zum anderen den zunehmenden Einsatz von A/VR in Forschung und Wissenschaft sowie in Aus- und Weiterbildung in den Fokus rücken.

Ein Teil des Projektes ist die Weiterentwicklung der Software Covise. Sie dient zur Visualisierung von AR- und VR-Simulationen auf verschiedenen Endgeräten. Besonders im Fokus ist hierbei die Ausarbeitung der Kollaboration, um ein gutes und sicheres Arbeiten auch über größere Distanzen hinweg zu gewährleisten.

 

Im Bund-Länderprogramm „Hochschullehre durch Digitalisierung stärken“ werden für das Verbundprojekt der Hochschulen Karlsruhe, Mannheim, Offenburg und Pforzheim rund 1,9 Millionen Euro für drei Jahre bereitgestellt. In dem Projekt „Shared Excellence – Laboratory Learning Spaces 4.0 (SHELLS)“ werden die vier Partnerhochschulen des Verbunds einen hochschulübergreifenden Pool hybrider Laborveranstaltungen zur digitalen Transformation umsetzen.

In der Vermittlung von Kompetenzen für die Arbeitswelt 4.0 eignen sich in besonderem Maße Laborveranstaltungen. Zudem kann diese Veranstaltungsart von digitalen Lehr- und Lernmethoden vielfältig profitieren, obwohl dort die Umsetzung digitaler Lehre sehr herausfordernd und aufwendig ist. Im Projekt werden die Verbundhochschulen hybride Laborveranstaltungen entwickeln, sich hinsichtlich ihres Vorgehens und ihrer Erfahrungen austauschen und die umgesetzten Veranstaltungen für Studierende der beteiligten Hochschulen öffnen.

Die Federführung im Verbundprojekt liegt bei der HKA. Als Projektleiterin betont Prof. Dr. Angelika Altmann-Dieses, Prorektorin für Studium, Lehre und Internationales der Hochschule Karlsruhe, die strategische Bedeutung des Auswahlergebnisses: „Ich freue mich sehr über diesen Antragserfolg, den wir gemeinsam mit unseren Verbundpartnern erringen konnten. Die Projektmittel leisten einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Digitalisierung in der Lehre und unseres Lehrangebots insgesamt“.

An der Technischen Hochschule Mannheim sind Prof. Kirstin Kohler (Fakultät für Informatik) und Prof. Dr. Julian Reichwald (Kompetenzzentrum Virtual Engineering Rhein-Neckar) für den Teilbereich Blended Prototyping Lab verantwortlich. Digitale Technologien revolutionieren Prozesse entlang des gesamten Produktlebenszyklus – von der Produktidee bis zum operativen Einsatz, zur Wartung und zur Verwertung. Diese Themenfelder werden an der Hochschule am fakultätsübergreifenden „inno.space“ (als Kombination aus Innovationsraum und Makerspace) sowie am Kompetenzzentrum Virtual Engineering (KVE) bearbeitet. Für die Umsetzung als hybrides Lehrangebot, in dem Studierende auch im virtuellen Raum kooperieren, werden Techniken des kollaborativen blended Protoyping entwickelt und diese virtuellen Werkzeuge ergänzend zur bestehenden Infrastruktur für die Produktentwicklung am „inno.space“ und am KVE in den Lehrveranstaltungen eingesetzt.

In der ersten Förderrunde der neu gegründeten Stiftung Innovation in der Hochschullehre wurden insgesamt 330 Millionen Euro bundesweit vergeben. Rund 55,5 Millionen Euro davon gehen nach Baden-Württemberg, das damit Spitzenreiter hinsichtlich der vergebenen Fördersumme ist. Wie das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst mitteilt, wertet Wissenschaftsministerin Theresia Bauer das Ergebnis des Auswahlverfahrens als „Riesenerfolg für die baden-württembergischen Hochschulen“, das erneut die hohe Qualität der Lehre und die Innovationskraft im Land belege.